Ernährung, Mücken & Surfverletzungen
So bleibst du während deines Surfurlaubs in Sri Lanka gesund
Es gibt nichts Schlimmeres, als monatelang den Surftrip deiner Träume zu planen, im tropischen Paradies zu landen und am Ende in einem Zimmer festzusitzen, weil’s dich erwischt hat.
Sri Lanka ist eines der schönsten Surfziele der Welt. Warmes Wasser, tolle Wellen, wunderschöne Tierwelt, unglaubliches Essen und eine Kultur, die dich mit offenen Armen empfängt. Doch wie bei jedem tropischen Reiseziel kann eine plötzliche Umstellung der Ernährung, des Klimas und des Wassers dein Immunsystem manchmal auf eine harte Probe stellen.
Die gute Nachricht? Mit ein paar einfachen Gewohnheiten ist es durchaus möglich, gesund und voller Energie zu bleiben und für jede Surfsession bereit zu sein. Egal, ob du als Surfanfänger im Kima Surfcamp Weligama die Wellen eroberst oder als fortgeschrittener Surfer im Kima Hiriketiya das Line Up unsicher machst, wir verraten dir ein paar Tipps, um gesund zu bleiben und weiter surfen zu können.
Vor deiner Abreise
Um während eines Surftrips gesund zu bleiben, solltest du bereits Wochen vor deinem Abflug mit den Vorbereitungen beginnen. Zwar gibt es in Sri Lanka für die meisten internationalen Reisenden keine strengen, verbindlichen Impfvorschriften für die Einreise (es sei denn, du kommst aus einem Land, in dem Gelbfieber vorkommt), doch ein Besuch in einer Reiseklinik 4-6 Wochen vor der Abreise kann trotzdem empfehlenswert sein.
Folgende Impfungen, solltest du vor einer Reise nach Sri Lanka prüfen:
- Hepatitis A und B: werden durch verunreinigte Lebensmittel, Wasser oder Körperflüssigkeiten übertragen. Eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme für ganz Asien.
- Typhus: besonders wichtig, wenn du in lokalen Straßenrestaurants und an Marktständen isst (was du unbedingt tun solltest!).
- Tetanus (DTP): unverzichtbar, wenn du surfst, da Schnittwunden und Schürfwunden am Riff häufig vorkommen.
- Tollwut: eine Überlegung wert, wenn du längere Aufenthalte, Ausflüge in abgelegenen Gegenden oder das Streicheln freundlicher einheimischer Strandhunde planst. Solltest du von einem Tier gebissen werden, reinige die Wunde sofort mit Wasser und Seife und suche sofort einen Arzt auf.
In Sri Lanka besteht kein Malariarisiko. Darum musst du dir also keine Sorgen machen.
Getränke & Wasser
Der häufigste Grund, warum Surfer in Sri Lanka krank werden, ist das Wasser. Daher lautet die goldene Regel für Surfreisen in tropischen Regionen: Trinke niemals Leitungswasser. Auch wenn das lokale Wasser für Einheimische, die daran gewöhnt sind, unbedenklich ist, können die Mineralzusammensetzung und die Mikroflora in fremdem Leitungswasser den Magen eines Reisenden schnell aus dem Gleichgewicht bringen.
- Trinke ausschließlich gefiltertes oder abgefülltes Wasser: In beiden unserer Kima Sri Lanka Camps stellen wir Stationen mit sauberem, gefiltertem Trinkwasser bereit, sodass du deine Trinkflasche immer wieder auffüllen kannst, ohne Einweg-Plastikmüll zu verursachen.
- Achte darauf, nichts versehentlich zu schlucken: Putze deine Zähne mit gefiltertem Wasser und versuche, während des Duschens den Mund geschlossen zu halten.
Essen mit Bedacht
Von duftendem Kokos-Pol-Sambol und Kottu Roti bis hin zu reichhaltigen Fischcurrys, das kulinarische Erlebnis entlang der Südküste ist ein wichtiger Teil deines Abenteuers in Sri Lanka. Doch für den ungeübten Magen kann es anfangs manchmal schwierig sein, nicht weil das Essen unsicher ist (die srilankische Küche ist unglaublich!), sondern weil dein Darm einfach noch nicht an die neuen Gewürze und die lokale Mikroflora gewöhnt ist.
Es kann ein oder zwei Tage dauern, bis man sich an reichhaltige, kokoslastige Mahlzeiten gewöhnt hat. Das srilankische Essen ist wirklich hervorragend, achte einfach auf die folgenden Dinge:
- Esse frisch und heiß: Vermeide vor allem Speisen, die schon seit Stunden stehen. Halte dich an lokale Restaurants, in denen das Essen frisch auf Bestellung zubereitet wird und ein hoher Durchlauf herrscht.
- Schärfegrad: Wenn du nicht an scharfen Chili gewöhnt bist, frage bei der Bestellung in lokalen Restaurants explizit nach „leicht scharf“ oder „ohne Chili“.
- Verpflegung im Camp: Bei Kima servieren unsere hauseigenen Köche köstliche, äußerst hygienische 3-Gänge-Frühstücke und 5 Abendessen pro Woche. Unsere täglichen Mahlzeiten sind perfekt für aktive Wassersportler und versorgen dich mit reiner Energie für die „Dawn Patrol“, ohne den Magen zu belasten.
- Obst: Entscheide dich für Obst, das du selbst schälen kannst: Mango, Banane, Ananas. Wasche alles, was du mit Schale isst.
- Hände waschen: Wasche dir nach dem Umgang mit Bargeld, einer Fahrt im Tuk-Tuk oder dem Berühren von Wachs immer gründlich die Hände oder benutze Handdesinfektionsmittel, bevor du dich über dein Essen her machst.
Bevor du dich auf den Weg zu den lokalen Warungs machst, schau dir unseren praktischen Leitfaden zu „Sprache und Surf-Jargon in Sri Lanka“ an, damit du wie ein Einheimischer Essen bestellen und nach der Rechnung fragen kannst!
Tipp: Dein Magen gewöhnt sich in der Regel innerhalb weniger Tage an die neue Ernährung. Wenn dir in den ersten ein oder zwei Tagen übel ist, keine Panik! Oft ist es nur dein Magen, der sich an das neue Essen gewöhnt, und keine tatsächliche Erkrankung. Orale Rehydrationssalze, in Sri Lanka „Jeewani“ genannt, sind in dieser Zeit dein bester Freund.
Gesundheitshinweise fürs Surfen
Beim Surfen gibt es einige gesundheitliche Aspekte zu beachten, insbesondere in einem tropischen Land mit einer Menge Riff.
Schnittverletzungen vom Riff
Schnitte vom Riff sind die häufigsten Surfverletzungen an der Südküste. Ein kleiner Schnitt durch ein Riff kann sich in einer heißen, feuchten Umgebung schnell von einer leichten Verletzung zu einer schweren Infektion entwickeln. Reinige die Schnitte sofort mit frischem Wasser und einem Desinfektionsmittel, halte sie außerhalb des Wassers bedeckt und achte auf Anzeichen einer Infektion.
Ohrenentzündungen
Tägliche stundenlange Aufenthalte im Wasser können oft zu einer Ohrentzündung führen, insbesondere wenn Wasser im Ohr eingeschlossen wird. Schüttele nach jeder Surfsession das Wasser aus deinen Ohren, trockne sie ab und erwäge die Verwendung von Ohrentropfen, wenn du anfällig für Infektionen bist.
Im Lineup
Wenn du beim Duck-Dive oder der Turtle-Roll durch die Wellen tauchst, versuche, in der Nähe von Flussmündungen oder belebten Häfen kein Meerwasser zu schlucken, insbesondere direkt nach starkem Regen, da es dann eine höhere Bakterienkonzentration aufweisen kann.
Tipp: Wenn du als Surfanfänger noch daran gewöhnen musst, bei Wipe Outs ins Wasser zu fallen, nimm an unseren Poolsessions teil, um zu lernen, wie man sicher eine „Turtle-Roll“ macht. Unsere Guides werden dich außerdem vor dem Paddeln über die Bedingungen und Gefahren an jedem Spot informieren. Die Kenntnis der Brandung verringert dein Risiko erheblich!
Mücken und Insekten
Dengue-Fieber stellt in Sri Lanka ein hohes Risiko dar. Es wird durch Mücken übertragen und sollte ernst genommen werden. Da es keinen Impfstoff gegen Dengue-Fieber gibt, ist Vorbeugung das A und O.
- Verwende ein Insektenschutzmittel auf DEET-Basis, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung, wenn die Mücken am aktivsten sind.
- Schlafe bei eingeschalteter Klimaanlage oder unter einem Moskitonetz.
- Trage langärmelige Oberteile und lange Hosen am Abend.
Unsere Camps verfügen beide über mit Fliegengittern versehene Räume und eine gute Belüftung; der beste Schutz besteht darin, die Türen abends geschlossen zu halten.
Sonne, Hitze & Erholung in den Tropen
Die Sonne in Sri Lanka ist intensiv und körperlich anstrengend. Hitzeschlag, Sonnenbrand und Dehydrierung kommen bei Surfern, die die tropische Sonne unterschätzen, wirklich häufig vor. Zwei Sessions pro Tag in warmem Wasser unter starker Sonneneinstrahlung zehren schneller an deinen Kräften, als du vielleicht erwartest, und Dehydrierung ist einer der häufigsten Gründe, warum sich Surfer während ihrer Reise unwohl fühlen. Hier sind ein paar Tipps, um bei 100 % zu bleiben:
- Trage eine hochwirksame, rifffreundliche Zinkschutzcreme auf und trage einen UV-schützenden Rashguard, um Hautirritationen durch das Surfboard und Sonnenbrand am Rücken zu vermeiden.
- Vermeide es, dich zwischen 11:00 und 14:00 Uhr in die Sonne zu legen. Mache ein Nickerchen im Zimmer, suche dir im Camp einen schattigen Platz oder springe in unser Eisbad, um deinen Körper für das Surfen bei Sonnenuntergang am Nachmittag wieder fit zu machen.
- Trinke den ganzen Tag über regelmäßig Wasser, nicht nur, wenn du Durst hast.
- Nimm nach langen Sessions Elektrolyte zu dir. Kokoswasser ist dafür ideal und kommt zudem aus der Region.
- Ernähre dich zwischen den Trainingseinheiten ausgewogen. Dein Körper arbeitet hart und muss neue Energie tanken.
- Ruhe dich aus und tanke neue Energie. Es klingt selbstverständlich, aber wenn du Tag für Tag gegen die Müdigkeit ankämpfst, holt dich das irgendwann ein.
Bei Kima servieren wir dir nach deiner morgendlichen Session ein 3-Gänge-Frühstück, bieten im Camp Erholungseinrichtungen einschließlich Eisbäder an und veranstalten täglich Yoga-Sessions, die darauf ausgelegt sind, deinen Körper in Bewegung zu halten und deine Muskeln zu regenerieren. Nur wenn du dich abseits des Boards um dich selbst kümmerst, kannst du auch weiterhin darauf surfen.
Bleibe gesund und muter!
Letztendlich kommt es darauf an, in Sri Lanka gesund zu bleiben, und das lässt sich mit ein paar einfachen Dingen erreichen: Vorbereitung vor dem Abflug, gesunder Menschenverstand vor Ort und auf den Körper hören, wenn er Ruhe braucht.
Wenn du deinen Surfurlaub in unseren Kima Surfcamps verbringst, kümmern sich unsere lokalen Surfguides, erfahrenen Trainer und das Camp-Team um alle Details im Hintergrund. Von sauberem Trinkwasser und frischer Ernährung bis hin zu regenerierenden Eisbädern, täglichem Yoga und der sicheren Begleitung zu den besten Surfspots.
Wir haben bereits Tausende von Surfern aus aller Welt bei uns zu Gast gehabt, und unser Programm ist darauf ausgerichtet, dass du vom ersten Tag bis zu deiner letzten Session gesund und voller Begeisterung bleibst und dein bestes Surfen zeigst.
Achte auf deinen Körper, dann kümmert er sich um dein Surfen. Wir sehen uns auf der Insel!
